US-Drohne tötet mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer im Jemen

Eine US-Drohne hat heute im Südjemen zwei mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer getötet. Die Drohne habe im Bezirk Baihan an der Grenze zwischen den beiden Provinzen Schabwa und Marib ein Fahrzeug getroffen und zwei der Insassen getötet, teilte ein Vertreter der Sicherheitsbehörden mit.

Auch Frauen und Kinder getötet

Gestern waren bei einem US-Militäreinsatz in der benachbarten Provinz Baida nach Angaben der Armee mindestens 14 mutmaßliche Kämpfer der Extremistengruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) sowie ein US-Soldat getötet worden. Örtliche Behördenvertreter sprachen von mindestens 41 getöteten Al-Kaida-Kämpfern, auch 16 Frauen und Kinder seien getötet worden.

Der Einsatz gestern etwa 60 Kilometer nordwestlich von Baihan war der erste große US-Militäreinsatz im Jemen seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump. Die USA machen nur selten Angaben zu ihren Militäreinsätzen gegen AQAP. Allerdings ist die US-Armee die einzige im Jemen aktive Armee, die über Drohnen verfügt.

Vor allem im Süden und im Südosten des Landes kämpfen seit Anfang 2015 schiitische Huthi-Rebellen gegen die Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi. Das nutzen Al-Kaida und die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), um ihren Einfluss auszuweiten.