Trump akzeptiert nach Streit Abkommen mit Australien

Im Streit über ein Flüchtlingsabkommen mit Australien kommen von US-Präsident Donald Trump nach Berichten über einen Eklat zurückhaltende Signale. Sein Sprecher Sean Spicer sagte gestern, Trump werde das von der Vorgängerregierung vereinbarte Verfahren aus Respekt vor Australien nicht stoppen. Er sei wegen der Vereinbarung aber „extrem wütend“.

In dem unter Ex-Präsident Barack Obama geschlossenen Abkommen verpflichten sich die USA, bis zu 1.250 Flüchtlinge aufzunehmen, die sich in australischen Lagern in den Pazifikstaaten Papua-Neuguinea und Nauru aufhalten. Im Gegenzug sollen Flüchtlinge aus El Salvador, Guatemala und Honduras nach Australien reisen.

Die für die USA bestimmten Flüchtlinge würden außerordentlich genau überprüft, sagte Spicer weiter. Trump gefalle das Abkommen nicht. Über die Vereinbarung war es einem Zeitungsbericht zufolge kurz zuvor zu einem heftigen Streit Trumps mit Australiens Ministerpräsident Malcolm Turnbull gekommen. Trump sei ausfällig geworden, berichtete die „Washington Post“. Der US-Präsident bezeichnete die Vereinbarung auf Twitter als „blödsinnige Abmachung“.