Murmeltier Phil sagte langen Winter voraus

Der Winter in den USA wird lang: Phil, das Murmeltier aus dem Örtchen Punxsutawney in Pennsylvania, hat gestern noch sechs Wochen Kälte vorausgesagt - und sich am inoffiziellen Murmeltiertag zum weiteren Winterschlaf wieder in seinen Bau verzogen.

Murmeltier

APA/AP/Gene J. Puskar

Entscheidender Indikator bei der alljährlichen Zeremonie ist, ob das Murmeltier bei Sonnenschein einen Schatten wirft - und sich dann wieder in seinen Bau zurückzieht. In diesem Fall - so sagt es der Brauch - sollen noch sechs Wochen Winterwetter folgen. Entgegen allen Erwartungen hatte das Murmeltier seinen Schatten bei -1 Grad Celsius und leichten Schneeschauern entdeckt und war zurück in den Bau gekrochen.

Treffsicherheit angezweifelt

Murmeltier Phil dürfte allerdings dieses Jahr falsch liegen, vermutet die „Washington Post“. In vielen Regionen der USA habe es bereits im Jänner ungewöhnlich warmes Frühlingswetter gegeben.

Das Ritual fand erstmals 1887 in Punxsutawney statt. Seither warfen die Murmeltiere, stets Phil getauft, schon 102-mal einen Schatten, 17-mal aber auch nicht.

Dem Wetterdatenarchiv National Climatic Data Center zufolge waren Phils Vorhersagen zuletzt nicht sehr zuverlässig. Der Brauch erreichte weltweit Bekanntheit durch die 1993 erschienene US-Filmkomödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“ (Originaltitel: „Groundhog Day“).