Moskau und Kiew streiten um Schuld an Kämpfen in Ukraine

Moskau und Kiew haben sich gegenseitig die Schuld für die Gewalteskalation in der Ostukraine zugewiesen. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko warf russischen Soldaten vor, die umkämpfte ukrainische Stadt Awdiiwka angegriffen zu haben. Russlands Staatschef Wladimir Putin bezichtigte hingegen die Führung in Kiew, die Gefechte provoziert zu haben. Bei den tagelangen Kämpfen zwischen ukrainischen Soldaten und prorussischen Rebellen wurden mehr als 20 Menschen getötet.

In Awdiiwka und Umgebung wurde heute den fünften Tag in Folge schwer gekämpft. Eine Zivilistin, ein Separatist und zwei Regierungssoldaten wurden getötet. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer seit Beginn der Gefechte auf mindestens 23.

USA verurteilen russisches Vorgehen

In der 20.000-Einwohner-Stadt brach bei bis zu minus 20 Grad die Strom- und Wasserversorgung zusammen, ukrainische Soldaten verteilten Tee und Getreidebrei in mobilen Küchen. Außerdem wurden mehrere Lager errichtet, in denen sich die Menschen wärmen konnten.

Die neue US-Regierung von Präsident Donald Trump übte erstmals offene Kritik am russischen Vorgehen in der Ukraine. Die USA verurteilten die dortigen „aggressiven Handlungen“ Russlands, sagte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley.