Foltervorwürfe gegen neue stellvertretende CIA-Chefin

Der neue Chef des US-Auslandsgeheimdiensts CIA hat eine Mitarbeiterin zu seiner Stellvertreterin berufen, die mit höchst umstrittenen Methoden zum Verhör von Terrorverdächtigen in Verbindung stehen soll. Gina Haspel habe ein Geheimgefängnis in Thailand geleitet, in dem zwei mutmaßliche Al-Kaida-Mitglieder der Folterpraxis des Waterboarding unterzogen worden seien.

Später habe sie Videokassetten vernichtet, die das gezeigt hätten, verlautete auch aus Geheimdienst und Kongresskreisen. Behördenchef Mike Pompeo würdigte seine neue Stellvertreterin Haspel bei der Nominierung gestern dennoch als „beispielhafte Geheimdienstmitarbeiterin und leidenschaftliche Patriotin“, die mehr als 30 Jahre Erfahrung in dem Metier habe. Die Demokraten stellten ihre Eignung in Frage.

Haspel war 2013 unter der Regierung des damaligen Präsidenten Barack Obama zur Abteilungsleiterin für verdeckte Operationen bei der CIA ernannt worden - und wurde nach wenigen Wochen wieder abberufen. Medienberichten zufolge erfolgte die Abberufung damals wegen Haspels Rolle beim umstrittenen Verhör von Terrorverdächtigen in US-Geheimgefängnissen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001.