Fünf Verletzte bei Explosion in französischem AKW

Bei einer Explosion im nordfranzösischen Atomkraftwerk Flamanville sind fünf Menschen verletzt worden. Ein Verstrahlungsrisiko bestehe aber nicht, weil die Explosion „außerhalb des atomaren Bereichs“ gewesen sei, erklärten die französischen Behörden heute. Fünf Menschen erlitten Vergiftungen, es gab aber keine Schwerverletzten. Ein Reaktor wurde heruntergefahren.

Nordfranzösisches Atomkraftwerk Flamanville

APA/AFP/Charly Triballeau

„Es handelt sich um einen bedeutsamen technischen Vorfall, aber nicht um einen Atomunfall“, sagte ein Behördenvertreter. Zu Mittag teilten die Behörden mit, dass der Brand gelöscht sei.

Dritter Reaktor soll 2018 ans Netz gehen

Das Atomkraftwerk Flamanville liegt in der nordfranzösischen Normandie am Ärmelkanal, rund 25 Kilometer von der Hafenstadt Cherbourg entfernt. In dem AKW stehen zwei Atomreaktoren, die 1985 und 1986 ans Netz gingen. Ein dritter wird dort gebaut. Er soll Ende 2018 in Betrieb gehen.

In Frankreich kommt es immer wieder zu Zwischenfällen in Atomkraftwerken. Das Land ist hochgradig vom Atomstrom abhängig: Die 58 Atomreaktoren liefern rund 75 Prozent des französischen Stroms.