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Einreiseverbot schreckt Touristen ab

US-Präsident Donald Trump hat den Chefs der großen US-Fluggesellschaften Unterstützung im Wettkampf mit internationalen Rivalen versprochen. Bei einem Treffen im Weißen Haus sagte er am Donnerstag, ein Großteil der ausländischen Konkurrenz werde in großem Stil von Regierungen subventioniert.

US-Airlines wie Delta, United Continental und American klagen schon seit Jahren über unfairen Wettbewerb, vor allem der Konkurrenten Emirates, Etihad und Quatar Airways aus den Golfstaaten.

Zudem kündigte Trump „phänomenale“ Schritte zur Senkung von Regulierungen und Steuern an, von denen die Fluggesellschaften profitieren würden. Die Maßnahmen sollen in den nächsten Wochen beschlossen werden und helfen, die „überholte“ Transportinfrastruktur auf Vordermann zu bringen. Wie genau der Plan zur Sanierung von Flughäfen, Zug- und Straßenverkehr aussieht, führte Trump nicht aus.

Flugreservierungen rückläufig

Das von Trump verfügte Einreiseverbot für Menschen aus sieben überwiegend islamisch geprägten Ländern wirkt sich indes laut einer Studie abschreckend auf viele Touristen aus. Vom 28. Jänner bis zum 4. Februar seien die Flugbuchungen in die USA im Jahresvergleich um 6,5 Prozent gesunken, so das Ergebnis einer Untersuchung des Analysehauses ForwardKeys.

Bei dem Treffen in Washington sei der Einreisestopp jedoch kein Thema gewesen, sagte Southwest-Airlines-Chef Gary Kelly im US-Fernsehen. Die Flugreservierungen aus den vom Einreiseverbot betroffenen Ländern Irak, Syrien, Iran, Libyen, Somalia, Sudan und Jemen sind der ForwardKey-Analyse nach um 80 Prozent eingebrochen.

Auch in anderen Teilen der Welt habe Trumps Dekret starke Auswirkungen gehabt, so seien etwa in der Asien-Pazifik-Region und in Westeuropa Rückgänge von 14,0 und 13,6 Prozent verzeichnet worden. ForwardKeys wertet nach eigenen Angaben die Daten von mehr als 200.000 Reisevermittlern aus.

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