Abschiebungen aus der EU laut Frontex oft unmöglich

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Die EU-Staaten können die Ausreise von Flüchtlingen mit negativem Aufenthaltsbescheid oft kaum durchsetzen. Von rund 305.000 Ausreiseentscheidungen wurden mehr als 40 Prozent im vergangenen Jahr nicht umgesetzt, wie aus einem gestern in Brüssel veröffentlichten Bericht der EU-Grenzschutzagentur Frontex hervorgeht.

Zahlen stimmen mitunter nicht

Insgesamt rund 176.000-mal wurden Menschen in ihre Herkunftsländer oder andere Staaten außerhalb Europas zurückgebracht - das entspricht einer Quote von knapp 58 Prozent. Die tatsächliche Quote dürfte noch niedriger liegen, da viele EU-Staaten im vergangenen Jahr zeitweise jede Entscheidung für eine Ausreise so zählten, als ob die betreffende Person das Land auch tatsächlich verlassen hätte.

Frontex führt die Zahlen auf mehrere Probleme zurück. So fehlten oft die nötigen Papiere, die Herkunftsländer wollten ihre Bürger nicht zurücknehmen, oder abgelehnte Asylwerber bzw. Migranten tauchten in Europa unter.