Zyklon „Dineo“ erreicht Küste Mosambiks

Der tropische Wirbelsturm „Dineo“ hat die Küste Mosambiks erreicht. Mit einer Windgeschwindigkeit von rund 160 Kilometern pro Stunde traf der Zyklon auf das Festland, berichtete das mosambikanische Nationale Institut für Meteorologie (INAM) gestern. Vereinzelt wurden Sturmstärken von 180 Stundenkilometern gemessen, sagte Meteorologe Acacio Tembe der dpa.

„Dineo“ erreichte zunächst die bei Touristen beliebte Region um den Ort Inhambane. Daraufhin sollte der Zyklon begleitet von starken Regenfällen weiter ins Inland ziehen. In den Stunden zuvor hatte der Sturm stark an Fahrt aufgenommen.

Der Zyklon habe das Potenzial, starke Schäden an Gebäuden und Straßen im Küstengebiet und auch im Inland anzurichten, warnte die südafrikanische Wetterbehörde (SAWS). Es werden heftige Regenfälle und Überflutungen erwartet.

„Dineo“ soll nach Südafrika weiterziehen

Auch das benachbarte Südafrika bereitet sich auf schwere Unwetter vor. Prognosen des SAWS zufolge soll „Dineo“ weiter nach Südafrika ziehen. Bis dahin soll er seine zerstörerische Kraft verloren haben, jedoch heftige Regenfälle bringen. Am schwersten soll die Provinz Limpopo betroffen sein, wo auch der berühmte Kruger-Nationalpark liegt. Die Regierung erstellte einen Katastrophenplan und forderte die Bevölkerung in betroffenen Gebieten dazu auf, sich nicht draußen aufzuhalten.

Die frühere portugiesische Kolonie Mosambik wird regelmäßig von schweren Überschwemmungen und Stürmen heimgesucht. Ein Zyklon erreichte Mosambik zuletzt vor zehn Jahren. Als Zyklon wird ein im Indischen Ozean entstandener tropischer Wirbelsturm mit einer Windgeschwindigkeit von über 120 Kilometern pro Stunde bezeichnet.