Kärntner Verfassungsreform: Slowenien geht in Offensive

Slowenien geht wegen der Kärntner Verfassungsreform in die Offensive. Die Regierung kündigte an, in den Dialog mit Österreich einzutreten, um die slowenische Volksgruppe zu schützen. Außenminister Karl Erjavec kündigte zugleich für nächste Woche ein Treffen mit dem Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) an.

Der slowenische Premier Miro Cerar bezeichnete den Vorschlag, die deutsche Sprache in der künftigen Kärntner Landesverfassung als einzige Landessprache festzulegen, als „inakzeptabel“. „Unsere Regierung wird alles tun, um die slowenische Sprache in Kärnten zu schützen“, betonte Cerar gestern Abend in einer Videobotschaft via Twitter.

Die künftige Kärntner Landesverfassung wird kommende Woche auch Thema im slowenischen Parlament sein. Der außenpolitische Ausschuss und die Kommission für Auslandsslowenen wollen darüber bei einer gemeinsamen Sitzung debattieren.