Vorwurf sexueller Belästigung gegen Uber

Der US-Fahrdienst Uber ist mit dem Vorwurf schwerer sexueller Belästigung konfrontiert. Eine Ex-Mitarbeiterin wirft dem Unternehmen insbesondere vor, unter Verweis auf den hohen Rang des angeblichen Täters auf ihre Beschwerde hin nicht gehandelt zu haben. Nun wurden die Vorwürfe öffentlich, und Uber-Chef Travis Kalanick kündigte eine Untersuchung der „schrecklichen“ Vorwürfe an.

Beschwerde brachte nichts

Susan Fowler, eine Technikerin, die Uber im Dezember verlassen hatte, postete, dass sie von Beginn ihrer Anstellung weg Ziel sexueller Belästigung durch eine „Reihe von Botschaften“ über die firmeninterne Chat-Plattform gewesen sei. Fowler begann Ende 2015 bei Uber zu arbeiten.

Als sie sich bei der Personalabteilung beschwert habe, habe sie als Antwort erhalten, dass der betroffene ein „High Performer“ sei und das Management nicht mehr unternehmen wolle, als den Mann zu verwarnen.

Kalanick betonte, Fowlers Schilderungen widersprächen den Uber-Standards. Bei Uber gebe es keinen Platz für solches Verhalten. Jeder werde gefeuert, „der sich so verhält oder glaubt, das wäre in Ordnung“.

Der Vorwurf sexueller Belästigung ist der jüngste Rückschlag für Uber. Kalanick war zuletzt nach seiner Teilnahme an einem Beratungsgremium von Geschäftsleuten für US-Präsident Donald Trump ins Visier von Aktivisten und Mitarbeitern gekommen. Kalanick hatte sich daraufhin aus dem Gremium zurückgezogen.