Größte Segeljacht der Welt in Gibraltar festgesetzt

Die größte Segeljacht der Welt ist in Gibraltar wegen finanzieller Streitigkeiten unter „Arrest“. Die im deutschen Kiel gebaute „Sailing Yacht A“ sei seit voriger Woche festgesetzt, berichteten die Behörden im britischen Überseegebiet heute. Das 143 Meter lange und 90 Meter hohe Schiff war auf dem Weg von der Werft nach Spanien, die offizielle Übergabe war für das späte Frühjahr vorgesehen.

Berichten zufolge gibt es einen Streit um Geld mit dem Auftraggeber, dem russischen Milliardär Andrej Melnitschenko. Grund für die Beschlagnahme seien noch zu klärende Fragen, sagte ein Sprecher Melnitschenkos auf Anfrage der dpa: „Wir sind zuversichtlich, dass der Arrest in den kommenden Tagen beendet wird und diese unglückliche Episode vorbei sein wird“, so das Statement.

Von Philippe Starck entworfen

Medien zufolge gibt es Unstimmigkeiten zwischen Melnitschenko und der Werft German Naval Yards über einen Teil der vereinbarten Zahlung. Noch heute sollte eine Anhörung vor dem höchsten Gericht in Gibraltar stattfinden. Die Werft nahm zuerst nicht Stellung zur Angelegenheit.

Die von Designer Philippe Starck entworfene Jacht besitzt mehr als 3.700 Quadratmeter Segelfläche. Das entspricht etwa der Hälfte eines Fußballplatzes. Spekuliert wird über einen Kaufpreis von rund 400 Millionen Euro.