Klage gegen deutsche Banken wegen zu hoher Gebühren

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Der deutsche Verbraucherzentrale Bundesverband hat einem Zeitungsbericht zufolge drei Geldinstitute wegen zu hoher Gebühren für Basiskonten geklagt. Betroffen seien die Deutsche Bank, die Postbank und die Sparkasse Holstein, berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitag-Ausgabe).

Deren Entgelte für Basiskonten seien unangemessen, weil Verbraucher mehr zahlen müssten als für vergleichbare Konten, begründete Dorothea Mohn, Leiterin des Finanzmarktteams der Verbraucherzentrale (vzbv), den Rechtsschritt dem Bericht zufolge. Auch werde das persönliche Nutzerverhalten der Kontoinhaber von den beklagten Geldinstituten nicht hinreichend berücksichtigt. Die Klagen seien bei den Landgerichten in Köln, Frankfurt und Lübeck eingereicht worden.

Basiskonten wurden in Europa für wirtschaftlich schwächere Verbraucher geschaffen wie etwa Geringverdiener, Sozialleistungsempfänger, Geflüchtete und Obdachlose. Seit Mitte 2016 hat jeder erwachsene Bürger in Deutschland ein Recht auf ein solches Konto.