Ferdinand Piech will bei VW aussteigen

Der frühere Aufsichtsrats- und Vorstandsvorsitzende von VW, Ferdinand Piech, plant den Verkauf seiner milliardenschweren Anteile an dem Autokonzern. Wie die Konzerntochter Porsche heute mitteilte, führen die Eigentümerfamilien Porsche und Piech Verhandlungen mit dem 79-Jährigen über die Übernahme seiner Aktien. „Ob es zu den vorgenannten Veränderungen der Aktionärsstruktur der Porsche Automobil Holding SE kommt, ist aktuell nicht abzusehen.“

Zuerst hatte der „Spiegel“ über die Verhandlungen berichtet. Piech halte 14,7 Prozent der Stammaktien an der Porsche SE, die wiederum über 52 Prozent der Stimmrechte am Volkswagen-Konzern verfüge. Die Anteile seien gut eine Milliarde Euro wert.

Piech war von 1992 bis 2002 Vorstandschef des Wolfsburger Autokonzerns und anschließend Vorsitzender des Aufsichtsrats. Im April 2015 trat er von allen Ämtern zurück. Hintergrund soll ein Machtkampf mit dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn gewesen sein, der nach Bekanntwerden der Abgasaffäre bei VW im September 2015 seinen Hut nehmen musste.