Tote bei Gefängnismeuterei in Guatemala

Bei einer Meuterei und rund 30-stündigen Geiselnahme in einem Jugendgefängnis in Guatemala haben Häftlinge drei Aufseher getötet.

Polizisten am Dach des Gefängnisses

APA/AP/Moises Castillo

Knapp 50 Gefangene hatten laut Polizeiangaben in der Anstalt in San Jose Pinula bei Guatemala-Stadt am Wochenende zwei Aufseher getötet und fünf weitere als Geiseln genommen.

Angriff mit Scheren und Glasscherben

Gestern (Ortszeit) ließen sie eine verletzte Geisel wieder frei. Schließlich befreite die Polizei die übrigen vier Geiseln und eroberte die Kontrolle über das Gefängnis zurück, wie Guatemalas Präsident Jimmy Morales mitteilte.

Eine der Geiseln starb nach Angaben von Innenminister Francisco Rivas später im Krankenhaus. Zwei Geiseln seien schwer verletzt, sagte Polizeichef Nery Ramos.

Nach Berichten von Rettungskräften hatten die Geiselnehmer ihre Opfer mit Scheren und Glasscherben angegriffen, als sich die Polizisten näherten. Medienberichten zufolge gehörten die Meuterer der kriminellen Bande Barrio 18 an und hatten unter anderem die Verlegung von weiteren Mitgliedern in die Jugendstrafanstalt gefordert.