Junge Grüne für Rücktritt Glawischnigs

Die grüne Parteijugend hat an Bundessprecherin Eva Glawischnig einen offenen Brief geschrieben. Darin fordert sie einen Wechsel an der Parteispitze.

Stein des Anstoßes ist die Unterstützung der Bundespartei für die ÖH-Fraktion Grüne und Alternative Studierende (GRAS). Hintergrund ist die Spaltung der Studierendenvertreter: Die Grünen Studierenden hatten sich 2016 von GRAS abgespalten. Flora Petrik, die Bundessprecherin der Jungen Grünen, forderte deshalb Glawischnig nun auf, „Platz für andere“ zu machen, wie sie in dem Brief schreibt.

Vorwurf der Drohungen

Es sei Druck aus der Bundespartei ausgeübt worden, die neuere Organisation, die Grünen Studierenden, nicht zu unterstützen. „Die Grünen Studierenden haben noch nicht einmal beschlossen, ob sie bei der ÖH-Wahl bundesweit antreten. Trotzdem lässt du uns mit dem Sperren von Konten und zugesagten Geldern attackieren, mit dem Ausschluss aus Parteiräumlichkeiten, persönlichen Drohungen und der Androhung, die Jugendorganisation und ihre Mitglieder aus der Partei auszuschließen“, so Petrik an Glawischnig. Der Versuch, „eine professionelle und starke Studierendenorganisation aufzubauen, (...) wird von dir im Keim erstickt“.

„Hat eindeutigen Hintergrund“

Der grüne Bundesgeschäftsführer Robert Luschnik antwortete via Aussendung auf die Vorwürfe: Der Brief habe einen eindeutigen Hintergrund. „Seit geraumer Zeit versuchen Personen aus dem Umfeld der Jungen Grünen eine Gegenstruktur zur GRAS aufzubauen.“ Die ablehnende Haltung der Grünen dazu führte „augenscheinlich zu den inhaltlich falschen und zum Teil absurden Vorhalten“. GRAS habe hingegen „selbstverständlich unsere volle Unterstützung“, so Luschnik.