United Airlines erntet Kritik mit Leggings-Verbot

Die US-Fluggesellschaft United Airlines hat zwei Teenagern den Einstieg ins Flugzeug verboten, weil sie Leggings getragen haben. Damit löste die Airline einen Sturm der Empörung aus. „Das Vorgehen von United gegen Leggings ist etwas, das ich von den Taliban erwarten würde, nicht von einer großen westlichen Fluggesellschaft“, meinte ein Nutzer im Kurznachrichtendienst Twitter.

Die beiden Mädchen waren laut Medienberichten auf dem Flughafen von Denver im US-Bundesstaat Colorado am Gate zurückgewiesen worden. Ein weiteres Mädchen habe ein Kleid über seine Leggings gezogen, um an Bord gehen zu dürfen.

Airline verteidigt sich

Die Twitter-Nutzerin Shannon Watts, die zu dem Zeitpunkt ebenfalls auf dem Flughafen war, hatte auf den Vorfall aufmerksam gemacht und das Vorgehen der Airline als sexistisch denunziert. „Seit wann kontrolliert @united die Kleidung von Frauen?“, fragte Watts, die schon als Aktivistin gegen Waffengewalt in dem Netzwerk bekannt ist, wo sie knapp 34.000 Anhänger hat.

Die Fluggesellschaft verteidigte unterdessen ihr Vorgehen auf Twitter und auf ihrer Website. Bei den Mädchen habe es sich um Besitzerinnen eines besonderen Ausweises für Angehörige und Freunde von United-Airlines-Mitarbeitern gehandelt, für die ein besonderer Dresscode gelte. Für reguläre Kunden hätten die Kleidervorschriften keine Gültigkeit. Hier hieße es: „Ihre Leggings sind willkommen!“