Van der Bellen lobt Arbeit von NGOs nach Kritik

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat Vertreter der Hilfsorganisationen Caritas, Rotes Kreuz, Diakonie und Ärzte ohne Grenzen getroffen und die Arbeit der NGOs gelobt. Organisationen aus dem Bereich waren in den vergangenen Tagen für ihre Flüchtlingshilfe von Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) sowie vom langjährigen Traiskirchen-Leiter Franz Schabhüttl kritisiert worden.

Die Botschaft des Bundespräsidenten kam nach einem Treffen mit Helfern. „Ich habe betont, dass die Arbeit der NGOs als Teil der Zivilgesellschaft nicht hoch genug einzuschätzen ist“, so Van der Bellen via Facebook. „Sie helfen dort, wo andere nicht mehr helfen können, sie lassen niemanden alleine: seien es Menschen, die in einer sozial schwierigen Lage sind, Menschen auf der Flucht, seien es Pflegebedürftige oder Menschen, die nach Unfällen in Lebensgefahr sind.“

Außenminister Kurz blieb jedoch bei seiner Kritik an einzelnen NGO-Initiativen im Mittelmeer, auch wenn Organisationen wie das Rote Kreuz wichtige Arbeit leisteten. „Es muss möglich sein, trotz der wichtigen Arbeit der NGOs im In- und Ausland darauf hinzuweisen, dass das jetzige System zu immer mehr Toten führt und daher geändert gehört“, so Kurz.

„Die Rettung im Mittelmeer ist notwendig und richtig, darf aber nicht mehr mit einem Ticket nach Mitteleuropa verbunden sein, sonst machen sich immer mehr Menschen auf den Weg, und es kommt zu immer mehr Toten im Mittelmeer“.