Vermisste UNO-Ermittler in DR Kongo tot

Zwei seit Wochen in der Demokratischen Republik Kongo vermisste Mitarbeiter der UNO sind tot. Die kongolesische Regierung bestätigte gestern den Fund von drei Leichen in einem Massengrab, zwei davon mit weißer Hautfarbe.

Der US-Staatsbürger Michael Sharp und die Schwedin Zaida Catalan werden seit dem 12. März vermisst. Bei der dritten Person soll es sich um einen Kongolesen handeln, wie Regierungssprecher Lambert Mende sagte.

Die Regierung war davon ausgegangen, dass Sharp und Catalan von Rebellen entführt worden waren. Beide ermittelten in der Region Kasai im Zentrum des Landes wegen Menschenrechtsverletzungen.

Regelmäßig Gewaltausbrüche

Seit der Anführer der Rebellen, Kamwina Nsapu, im August vergangenen Jahres durch die Polizei getötet wurde, kommt es in dem Gebiet immer wieder zu Gewaltausbrüchen. Seine Anhänger versuchen, seinen Tod zu rächen, und kämpfen gegen die ihrer Ansicht nach ungerechte Zentralregierung.

Bei Zusammenstößen von Milizen und Sicherheitskräften wurden Hunderte Menschen getötet. Am vergangenen Wochenende töteten Anhänger der Kamwina-Nsapu-Miliz bei einem Angriff auf einen Fahrzeugkonvoi Dutzende Polizisten.