Flüchtling auf Chios zündet sich an: Lebensgefahr

Wohl aus Verzweiflung über sein Schicksal hat sich ein junger syrischer Flüchtling auf der Ägäis-Insel Chios selbst angezündet und lebensgefährlich verletzt. Rund 90 Prozent seiner Hautoberfläche seien verbrannt, berichteten Medien. Ein Polizist, der helfen wollte, zog sich Verbrennungen an den Händen zu. Beide Männer sollten noch heute zur Behandlung in einer Spezialklinik nach Athen gebracht werden.

Woher der 29-Jährige den Brennstoff hatte und was seine genauen Beweggründe waren, blieb zunächst unklar. Er habe sich plötzlich mit flüssigem Brennstoff übergossen und dann mit einem Feuerzeug angezündet, berichtete Politis, eine Onlinezeitung der Insel Chios. Der Mann sei erst Anfang vergangener Woche auf Chios angekommen. Auf der Insel harren derzeit mehr als 3.500 Flüchtlinge und Migranten aus.