Trumps Ex-Berater bietet Aussage gegen Immunität

Der im Zuge einer Affäre um seine Russland-Kontakte zurückgetretene Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Michael Flynn, will einem Pressebericht zufolge gegen Zusicherung von Straffreiheit aussagen.

Wie das „Wall Street Journal“ („WSJ“) unter Berufung auf mehrere mit dem Fall betraute Politiker berichtete, unterbreitete Flynn über seinen Anwalt der US-Bundespolizei FBI und zwei Untersuchungsausschüssen im Kongress ein entsprechendes Angebot. Eine Reaktion darauf habe es bisher nicht gegeben, schreibt die Zeitung weiter.

„Nicht klar“, was Flynn will

Es sei „nicht klar“, worüber genau Flynn reden wolle, zitierte die Zeitung eine ihrer Quellen; die Bitte des Ex-Generals um Immunität sei aber „rechtlich gewagt“.

Flynn musste nach nur dreieinhalb Wochen von seinem Posten als Sicherheitsberater im Weißen Haus zurücktreten. Es war herausgekommen, dass er vor Amtsantritt mit dem russischen Botschafter über die gegen das Land verhängten US-Sanktionen gesprochen hatte. Diesen Gesprächsinhalt hatte Flynn verschwiegen. Entlarvt wurden seine Falschangaben durch Mitschnitte des FBI, das routinemäßig den Botschafter abhört.

Ausschüsse ermitteln

Der 58-Jährige stand schon zuvor wegen seiner engen Russland-Kontakte im Zwielicht. Er trat im staatsfinanzierten russischen Sender RT auf und saß bei einem Galadiner in Moskau neben Präsident Wladimir Putin. Die Teilnahme an der Gala ließ er sich mit 33.000 Dollar bezahlen, wie Mitte März herauskam.

Dem Verdacht illegaler Absprachen zwischen Trump-Mitarbeitern und Moskau gehen die Geheimdienstausschüsse von Repräsentantenhaus und Senat nach. Auch das FBI ermittelt deswegen.