YouTube-Pläne: ORF weist Kritik von Privatsendern zurück

Der ORF weist die heute vom Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) geäußerte Kritik in Zusammenhang mit dem in Auftragsvorprüfung befindlichen Projekt einer möglichen ORF-Präsenz auf YouTube zurück.

„Das Projekt, ausgewählte ORF-Inhalte dem Publikum auch via YouTube zugänglich zu machen, wurde vom ORF unter Berücksichtigung aller entsprechenden gesetzlichen Vorgaben geplant und ausgearbeitet“, so Unternehmenssprecher Martin Biedermann. Das Projekt befinde sich nun in der dafür im ORF-Gesetz vorgesehenen Auftragsvorprüfung, die Entscheidung liege bei der Medienbehörde.

VÖP fürchtet Schwächung eigener Videoangebote

Der VÖP hatte zuvor in einer Aussendung gesagt, ein ORF-YouTube-Auftritt würde „Videoangebote der Privaten ganz erheblich schwächen“ und außerdem gegen das ORF-Gesetz verstoßen. „Der ORF ist zur Einhaltung besonderer Regeln im Bereich kommerzieller Kommunikation (Werbung, Sponsoring) verpflichtet; diese Regeln werden nicht eingehalten werden können, da der ORF die Kontrolle über Form, Intensität oder Inhalt der Vermarktung zur Gänze an YouTube abtritt“, so der Verband.

ORF-Inhalte ausschließlich YouTube, nicht aber auch Dritten zur Verfügung zu stellen verstoße gegen das Diskriminierungsverbot. Auch „Verstöße gegen das Verbot von zielgruppenorientierten Angeboten sowie gegen den besonderen Auftrag für das Onlineabrufangebot“ stünden im Raum.