Russische Armee gliedert Einheiten aus Südossetien ein

Die von Georgien abgespaltene Region Südossetien unterstellt Teile ihrer kleinen Streitkräfte der russischen Armee. Das vereinbarten der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu und der Militärchef des Gebietes im Kaukasus, Ibragim Gassejew, heute in Moskau. Die Eingliederung der südossetischen Soldaten in die russische Armee stabilisiere die Lage im Kaukasus, sagte Schoigu der Agentur Interfax zufolge.

Das russische Militär verhinderte erst 1992 und dann in einem kurzen Krieg 2008, dass Georgien die abtrünnige Region zurückerobert. Russland erkannte Südossetien und das ebenfalls von Georgien abgespaltene Gebiet Abchasien 2008 auch als unabhängige Staaten an.

Südossetien ist mit 3.885 Quadratkilometer Fläche etwa eineinhalb Mal so groß wie Vorarlberg. Seine Streitkräfte werden auf etwa 2.000 Mann geschätzt. Die südossetische Führung will noch in diesem Jahr in einem Referendum über einen Anschluss an Russland abstimmen lassen.