Paraguay: Demonstranten stürmen Parlament

Demonstranten haben in Paraguay das Parlament gestürmt und in Brand gesetzt. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Fensterscheiben des Kongressgebäudes in der Hauptstadt Asuncion eingeschlagen wurden. Zuvor hatte es bereits stundenlange Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei gegeben. Laut Medienberichten wurde ein Demonstrant getötet.

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Bei wütenden Protesten gegen eine Verfassungsreform zur Wiederwahl des Präsidenten in Paraguay stürmten Demonstranten den Kongress in Asuncion.

Anlass für die Proteste war eine nicht öffentliche Sondersitzung des Senats. Dabei stimmte die Mehrheit der Abgeordneten dafür, dass sich Staatspräsident Horacio Cartes zur Wiederwahl stellen darf. Das Abgeordnetenhaus, in dem der Vorschlag offenbar auf große Zustimmung trifft, sollte heute darüber entscheiden.

Kritiker halten die Abstimmung für illegal und befürchten eine Schwächung der demokratischen Institutionen. Der Geschäftsmann Cartes war 2013 für eine fünfjährige Amtszeit gewählt worden. Ein erneuter Antritt ist laut Verfassung nicht vorgesehen.