VW-Anlegerverfahren: Verhandlungen ab 2018

Der Prozess zu milliardenhohen Schadenersatzforderungen von Anlegern gegen den deutschen Autokonzern Volkswagen (VW) im Dieselskandal soll Anfang kommenden Jahres beginnen. Das sieht der heute veröffentlichte Fahrplan des Oberlandesgerichts Braunschweig vor.

Das Gericht hatte bereits Anfang März entschieden, repräsentativ für knapp 1.500 einzelne Klagen der Fondsgesellschaft Deka Investment zu verhandeln.

Urteil gilt auch für andere Kläger

Das Urteil gilt dann auch für die anderen Kläger, deren Forderungen sich auf 1,9 Mrd. Euro belaufen. Nicht berücksichtigt sind zunächst 70 Klagen von institutionellen Anlegern, vornehmlich aus dem Ausland, im Gesamtvolumen von 6,9 Mrd. Euro.

Die Kläger werfen VW vor, sie im September 2015 zu spät über den Einsatz von Software zur Manipulation von Abgaswerten bei Dieselfahrzeugen informiert zu haben. Sie fordern Schadenersatz für ihre Kursverluste mit VW-Aktien. Der Konzern, der die Manipulation im September 2015 auf Druck der US-Umweltbehörde zugab, weist die Vorwürfe zurück.