Europäische G-7-Länder hoffen auf klare US-Syrien-Strategie

Kurz vor dem Treffen der G-7-Außenminister in Italien wächst unter europäischen Ländern der Unmut über widersprüchliche Signale zur Syrien-Politik der USA.

Die Amerikaner „tappen planlos im Dunkeln“, kritisierte ein hochrangiger europäischer Diplomat, nachdem US-Spitzenvertreter den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und den Sturz des syrischen Regimes zur Priorität erklärt hatten.

Tillerson sagt dies, Haley sagt das

US-Außenminister Rex Tillerson hatte am Wochenende weiter den Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) als Priorität genannt, während die UNO-Botschafterin der USA, Nikki Haley, den Sturz von Machthaber Baschar al-Assad zum obersten Ziel erklärte.

Die Außenminister der sieben führenden Industrieländer kommen im toskanischen Lucca zusammen, um den G-7-Gipfel Ende Mai auf Sizilien vorzubereiten. Der Gruppe gehören neben den USA, Italien, Großbritannien, Frankreich und Deutschland auch Kanada und Japan an. Nach dem US-Angriff auf einen Militärstützpunkt in Syrien zeichnete sich zuletzt ein Kurswechsel in der Politik von Präsident Donald Trump ab, für den ein Sturz Assads bisher keinen Vorrang hatte.