Fotokünstlerin Ingeborg Strobl gestorben

Die Fotokünstlerin Ingeborg Strobl ist tot. Wie erst jetzt bekanntwurde, ist die gebürtige Steirerin am 9. April im Alter von 67 Jahren verstorben, teilte MUMOK-Chefin Karola Kraus gestern in einer Aussendung mit: „Ihr Tod bedeutet den Verlust einer vielseitigen und zugleich äußerst prononcierten Künstlerin.“

Geboren wurde Ingeborg Strobl am 3. Juni 1949 im steirischen Schladming, bevor sie 1967 zum Studium nach Wien kam - die Stadt, die sie zu ihrer Wahlheimat machen sollte. Bis 1972 lernte sie an der Hochschule für angewandte Kunst, dem sich zwischen 1972 und 1974 ein Studium am Royal College of Art in London anschloss.

Ausstellungen in vielen Museen

Schon während ihrer Studienzeit begann sie mit der Fotografie, war aber nach dem Abschluss zunächst als Keramikerin und Grafikerin tätig. Damit stellte sich verhältnismäßig bald der Erfolg ein, zu dem Ausstellungen in zahlreichen Museen zählten. Größere Schauen waren zuletzt etwa „Liebes Wien, Deine Ingeborg Strobl“ 2015 im Wien Museum und eine Retrospektive im Linzer Lentos im Vorjahr.

Zugleich machte sich Strobl einen Namen als Künstlerin des öffentlichen Raumes, so etwa mit ihrer Hausinstallation „ein Garten (zum Beispiel)“ in Wien-Leopoldstadt und dem „Mahnmal für verloren gegangene Artenvielfalt“ im niederösterreichischen Paasdorf.