Fünftel der syrischen Kampfjets laut US-Angaben zerstört

Die USA haben nach eigenen Angaben bei ihrem Angriff auf einen Stützpunkt der syrischen Luftstreitkräfte in der vergangenen Woche 20 Prozent der einsatzfähigen syrischen Kampfflugzeuge zerstört.

Das gab US-Verteidigungsminister James Mattis gestern in einem Statement in Washington bekannt. Zusätzlich seien Tankanlagen und Luftabwehrsysteme zerstört oder beschädigt worden, hieß es weiter.

Die syrischen Regierungstruppen seien damit nicht mehr in der Lage, auf diesem Stützpunkt Maschinen zu betanken oder neu zu bewaffnen. „Die syrische Regierung wäre schlecht beraten, noch einmal chemische Waffen zu benutzen“, sagte Mattis.

Neuer Anlauf für Diplomatie

Heute setzen die Außenminister sieben führender westlicher Staaten ihre Beratungen zu Syrien fort. Wie Frieden und Sicherheit im Bürgerkriegsland Syrien erreicht werden können, soll bei einer Extrarunde der Konferenz in Italien diskutiert werden, zu der auch die Ressortchefs der Türkei, der Vereinigten Arabischen Emirate, von Saudi-Arabien sowie Jordanien und Katar in Lucca erwartet werden.

Bereits gestern war Syrien großes Thema. Der Giftgasanschlag in dem Bürgerkriegsland, bei dem vergangene Woche mehr als 80 Menschen gestorben sind, hat die Karten neu gemischt. Nachdem die USA im Alleingang Vergeltung übten, bleibt zunächst die Frage offen, wie es weitergehen soll.

Giftgas: Kein Beweis für russische Kenntnis

Die USA gehen derzeit nicht davon aus, dass Russland von dem Giftgasangriff im Vorhinein wusste. „Es gibt derzeit keinen Konsens unter den US-Geheimdiensten, dass Russland von der syrischen Chemieattacke vorab Kenntnis hatte“, so ein Beamter des Weißen Hauses. US-Außenminister Rex Tillerson besucht heute in Moskau dazu auch seinen Amtskollegen Sergej Lawrow.