„Seelenlos“: Aus für LED-Straßenbeleuchtung in Rom

Nach Bürgerprotesten hat Roms Denkmalschutz den bereits begonnenen Tausch der alten Glühbirnen in den Straßenlaternen der Innenstadt durch moderne LED-Lampen gestoppt. Die alten Laternen, die dort seit hundert Jahren das Stadtbild prägen und ein romantisch-warmes Licht ausstrahlen, stünden unter Denkmalschutz, teilte die Leiterin der Behörde, Margherita Eichenberg, mit.

In einem Schreiben an die Stromgesellschaft ACEA meinte Eichenberg, jeder Beschluss bezüglich der Beleuchtung in der Innenstadt müsse mit dem Denkmalschutz abgesprochen werden. Dabei hat die Stromgesellschaft bereits in mehreren Vierteln begonnen, die alten Glühbirnen durch die sparsamen LED-Lampen zu ersetzen.

Erfolgreiche Onlinepetition

Von den alten, unter Denkmalschutz stehenden Laternen wurde das gelbe Schutzglas entfernt, das der Innenstadt eine Beleuchtung mit einem gedämpften, gelblichen Ton verliehen hat. Die stattdessen eingesetzten LED-Lampen, die Straßen und Gassen heller machen sollen, haben eine längere Lebensdauer. Damit erhoffte sich die schwer verschuldete Gemeinde Einsparungen von 23 Millionen Euro.

Gegen das kalte, weiße Licht der LED-Straßenbeleuchtung im Stadtzentrum revoltierten jedoch die Bürger Roms. Sie haben eine offenbar erfolgreiche Onlinepetition gegen das „seelenlose Licht“ gestartet. Das kalte Licht wurde bereits mit dem eines Leichenschauhauses verglichen.