Shakespeare-Regisseur Michael Bogdanov tot

Der britische Theaterregisseur Michael Bogdanov ist tot. Der international arbeitende Regisseur starb im Alter von 78 Jahren. Das bestätigte der Intendant des Altonaer Theater in Hamburg, Axel Schneider, heute. Zuvor hatte der Sender NDR 90,3 darüber berichtet. Bogdanov sei am Ostersonntag in Griechenland gestorben.

Der Regisseur machte sich mit modernen Shakespeare-Inszenierungen einen Namen. Er polarisierte auch in Hamburg, wo er das Schauspielhaus von 1989 bis Ende 1991 leitete. Nach Engagements als Produzent beim Fernsehen arbeitete der Brite unter anderem an der renommierten Royal Shakespeare Company und am Royal National Theatre in London.

Shakespeare-Company mitbegründet

Zusammen mit dem Schauspieler Michael Pennington gründete Bogdanov 1986 die English Shakespeare Company, mit der er die Welt bereiste. Für Shakespeares „Rosenkriegs“-Zyklus bekam er 1990 den bedeutenden Laurence Olivier Award. Als Opernregisseur machte er sich mit der Welturaufführung von Stockhausens „Montag“ aus dem „Licht“-Zyklus in der Mailänder Scala einen Namen.

In Hamburg fand der international arbeitende Theatermann seine zweite Heimat. Begonnen hat seine Liebe zu der Stadt 1986, als er in der Ära Peter Zadek mit „Julius Cäsar“ sein Schauspielhaus-Debüt gab. Über Jahrzehnte inszenierte er an verschiedenen Bühnen der Hansestadt.