UNO-Mitarbeiter in DR Kongo als Geiseln genommen

Südsudanesische Ex-Rebellen haben in einem Flüchtlingslager in der Demokratischen Republik Kongo etwa ein Dutzend UNO-Mitarbeiter als Geiseln genommen. UNO-Vertreter verhandelten nun über die Freilassung ihrer Kollegen in Munigi im Osten des Kongos, sagte ein UNO-Vertreter heute in New York, der nicht namentlich genannt werden wollte.

Die Geiseln gehören laut Angaben der UNO-Mission im Kongo (MONUSCO) an. Zur Nationalität der Geiseln machte die UNO aus Sicherheitsgründen keine Angaben. In dem Flüchtlingslager in Munigi leben etwa 530 frühere Rebellen aus dem Südsudan. Sie waren über die Grenze in die Demokratische Republik Kongo geflohen, als im Juli in der südsudanesischen Hauptstadt Juba Kämpfe ausgebrochen waren.

Vor ihrer Aufnahme in das Lager hatten sie ihre Waffen abgeben müssen. Die Insassen des Flüchtlingslagers fordern bereits seit Monaten ihre Umsiedlung. Die UNO konnte aber kein anderes Aufnahmeland finden.