Neuauszählung sieht Sieg Morenos in Ecuador bestätigt

Lenin Moreno ist nach einer Teilneuauszählung erneut zum Sieger der Präsidentenwahl in Ecuador erklärt worden. Die Wahlkommission des südamerikanischen Landes bestätigte gestern (Ortszeit) den Ausgang der Stichwahl vom 2. April. Moreno soll am 24. Mai für eine vierjährige Amtsperiode die Nachfolge von Rafael Correa antreten, der zehn Jahre an der Macht war.

Neuauszählung der Präsidentenwahl in Ecuador

APA/AFP/Rodrigo Buendia

Der linke Regierungskandidat und ehemalige Vizepräsident Correas erhielt laut offiziellem Ergebnis 51,15 Prozent der Stimmen. Auf seinen konservativen Herausforderer Guillermo Lasso entfielen 48,84 Prozent der Stimmen. Lasso hatte bei der Wahlkommission wegen angeblicher Manipulation Beschwerde eingelegt.

Nach Neuauszählung von zwölf Prozent der abgegebenen Stimmen verbesserte sich Morenos Ergebnis nun um einen Hundertstelprozentpunkt, das von Lasso blieb gleich. Es seien keine Beweise für Betrug vorgelegt worden, sagte der Präsident der Wahlkommission, Juan Pablo Pozo, in der Hauptstadt Quito. Bei der Neuauszählung in einer Sportarena waren keine Vertreter von Lassos Partei Creando Oportunidades dabei.