Reaktoren in AKW Fessenheim stehen still

Im französischen Atomkraftwerk Fessenheim stehen erneut beide Reaktoren still. Der Betreiber EDF rechnete heute damit, dass Reaktor 1 am Freitag wieder in Betrieb genommen werden kann. Dieser musste gestern wegen einer Störung im nicht nuklearen Teil der Anlage angehalten werden.

AKW Fessenheim

APA/AFP/Sebastien Bozon

Der französische Stromgigant versicherte, dass sich der Stopp nicht auf die Sicherheit und Umwelt auswirke. Es könnten sich über dem Kraftwerk Dampfwolken bilden, die nicht radioaktiv seien. Aus Sicht von Umweltschützern ist die Anlage an der Grenze zu Deutschland veraltet. Sie befürchten eine Panne.

Schließung besiegelt

Erst Anfang des Monats musste Reaktor 1 für eine gute Woche abgeschaltet werden, weil Wasser ausgetreten war. Der zweite Reaktor steht bereits seit Mitte Juni 2016 still, weil die Atomaufsicht ein Prüfzertifikat entzogen hatte.

Vor eineinhalb Wochen hatte die französische Regierung nach langem Hin und Her die Schließung von Fessenheim offiziell besiegelt. Umweltministerin Segolene Royal koppelte diese jedoch an die Inbetriebnahme eines neuen Meilers in Flamanville am Ärmelkanal - ein ebenfalls umstrittenes Projekt.