Tillerson nennt Rolle Moskaus in Ukraine Hindernis

Nach dem Tod eines US-Mitarbeiters der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in der Ostukraine hat US-Außenminister Rex Tillerson mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko telefoniert.

Nach Angaben eines Sprechers sagte Tillerson, Washington sei zwar an verbesserten Beziehungen zu Moskau interessiert, doch sei Russlands Rolle im Ostukraine-Konflikt ein Hindernis.

Tillerson bekräftigte seine Unterstützung für die territoriale Integrität und Souveränität der Ukraine. Die Sanktionen blieben so lange in Kraft, bis Russland die annektierte Halbinsel Krim an die Ukraine zurückgegeben und seine Zusagen im Rahmen des Friedensabkommens von Minsk eingehalten habe, fügte der US-Minister hinzu.

Gleichzeitig forderte er die Behörden in Kiew auf, ihren Reformprozess ebenso wie den Kampf gegen Korruption fortzusetzen.

OSZE-Mitarbeiter von Mine getötet

Unterdessen fuhr laut OSZE-Angaben ein Beobachterteam der Mission mit seinem Wagen im Rebellengebiet Lugansk über eine Mine, wie gestern bekanntwurde. Dabei wurde zum ersten Mal seit Beginn des Ukraine-Konflikts vor drei Jahren ein OSZE-Beobachter getötet, zwei weitere Vertreter wurden verletzt.

Die Beobachtermission überwacht im umkämpften Osten des Landes eine Waffenruhe, die nie gänzlich hielt. Die Mitarbeiter der Organisation gerieten immer wieder in gefährliche Situationen, auch unter Beschuss.

Mehr dazu in „Schock für die ganze OSZE“