Frankreich-Wahl: Macron sieht sich nicht als sicherer Sieger

Nach seinem Sieg in der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl will sich der sozialliberale Reformpolitiker Emmanuel Macron nicht zu siegesgewiss geben. „Nichts ist gewonnen, man muss kämpfen“, sagte Macron heute bei einem Wahlkampftermin nahe Paris mit Blick auf die Stichwahl am 7. Mai.

„Niemand hätte mich vor eineinhalb Monaten als Sieger gesehen, ich bin das lebende Beispiel dafür, dass die Prognostiker unrecht haben.“ Nach der ersten Wahlrunde am Sonntag warfen viele Kommentatoren Macron vor, seinen Sieg in der Stichwahl für allzu sicher zu halten. Dieser Eindruck wurde auch dadurch verstärkt, dass Macron seinen Erfolg in der ersten Wahlrunde mit Austern und Champagner in einem Pariser Lokal feierte.

Keine Reue wegen Champagner und Austern

Dazu sagte Macron in einem Interview mit dem Fernsehsender France 2, er verspüre deswegen „keine Reue“. Er gehorche nicht dem „Diktat eines Konformismus, der einem sagt, wo man hingehen soll“. Die Gäste bei der Feier seien vornehmlich Wahlkämpfer gewesen, die für einen Abend eine Pause verdient hätten.

Der scheidende französische Staatschef Francois Hollande hatte ebenfalls davor gewarnt, eine klare Niederlage der Rechtsextremen Marine Le Pen bei der Präsidentschaftswahl als gegeben anzusehen. „Es ist noch nichts erreicht“, sagte Hollande.