Pflege: Länder bekommen Vorschlag zur Alltagsbegleitung

Das Sozialministerium will kommende Woche den Ländern seinen Vorschlag zur Alltagsbegleitung übermitteln. Dabei handelt es sich um einen „Lückenschluss“ zwischen den mobilen Diensten und der 24-Stunden-Betreuung für pflegebedürftige Personen. Ziel sei ein möglichst langes, selbstbestimmtes Leben zu Hause, hieß es aus dem Büro von Minister Alois Stöger (SPÖ).

Das Projekt zur mehrstündigen Alltagsbegleitung läuft im Rahmen der „Aktion 20.000“ zur Beschäftigung älterer Arbeitsloser. Das Ziel der Initiative sei es Arbeitsplätze zu schaffen, Pflegebedürftigen ein leistbares Angebot zur Verfügung zur stellen und deren Angehörige zu entlasten.

Kooperation mit sozialen Diensten

Sozialminister Stöger hat dazu gemeinsam mit den Trägern der Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt (Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotes Kreuz und Volkshilfe) und dem Arbeiter Samariterbund in den letzten Monaten ein Konzept erarbeitet. In enger Abstimmung mit den regionalen Anbietern sozialer Dienstleistungen soll es blockweise Begleitstunden geben. Die bestehende Heimhilfe werde damit ergänzt und weiterhin bestehen.

Michael Opriesnig, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, meinte dazu: „Im Bereich der Pflege sind wir bisher gut aufgestellt, trotzdem braucht es ein Angebot, das weiter geht als mobile Pflegedienste, aber gleichzeitig nicht so weitreichend ist, wie die 24-Stunden-Betreuung.“