Van der Bellens Sager zu Kopftuch für Vassilakou „Ironie“

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Die Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) stellt sich in der Debatte über den „Kopftuchsager“ hinter Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Vassilakou erkennt in der Aussage des früheren Grünen-Parteichefs „Ironie“, keinen verbalen Ausrutscher, erklärte sie gestern in der Ö1-Sendung „Journal zu Gast“ - mehr dazu in oe1.ORF.at.

„Seine Haltung ist goldrichtig. Man kann Frauen nicht vorschreiben, was sie zu tragen und was sie nicht zu tragen haben“, sagte sie. An der Debatte über seine Aussage will sie sich aber gar nicht beteiligen.

„Schwierige Situation“ bei Grünen

Dass man die derzeitige Diskussion über die Jungen Grünen und jene in der Wiener Partei über den Heumarkt „in einen Topf“ wirft, sei „verlockend“, räumte Vassilakou ein, es handle sich aber um einen „zeitlichen Zufall“: „Zweifelsohne ist aber eine schwierige Situation entstanden.“

Es sei auch „naheliegend“, dass man sich über neue Regeln für Urabstimmungen in der Partei Gedanken macht. Vassilakou betonte, dass das Ergebnis nicht für die Gemeinderats- oder Regierungsarbeit bindend sein könne. Sollte die Wiener Innenstadt aufgrund der geplanten Neugestaltung des Heumarkts auf die „rote Liste“ gesetzt werden, was den UNESCO-Welterbestatus anbelangt, so wäre das „kein Weltuntergang“.

Jugend-Rauswurf „schade“

Sollte es im Gemeinderat keine rot-grüne Mehrheit für den Heumarkt geben, wäre man mit einer „sehr schwierigen Situation konfrontiert“, gestand Vassilakou aber ein. Auch nach dem angekündigten Abgang von Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) will sie mit seinem Nachfolger die „gute Zusammenarbeit“ weiterführen. Die Vizebürgermeisterin geht dabei von Wahlen 2020 aus.

Zum Rauswurf der Jungen Grünen meinte Vassilakou, es sei „schade, dass es so weit kommen musste“. Es könne aber nicht sein, dass man gegeneinander antritt. Unterstützung gab es für Parteichefin Eva Glawischnig trotzdem. Sie werde auch Spitzenkandidatin bei der nächsten Nationalratswahl, betonte Vassilakou.