EU lockert Grenzkontrollen in Slowenien und Kroatien

Die EU-Kommission hat mit Kroatien und Slowenien eine Einigung über die Kontrollen an den Schengen-Grenzen erzielt. Die beiden EU-Länder hatten sich nach der Einführung der verschärften Sicherheitschecks Anfang des Monats über stundenlange Staus beschwert. Nun dürfen Slowenien und Kroatien aber zielgerichtete Kontrollen vornehmen, wenn die Wartezeit an den Grenzen über 15 Minuten betrage.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sprach am Samstag am Rande des „Brexit“-Sondergipfels der EU-27 mit den Regierungschefs von Slowenien und Kroatien, Miro Cerar und Andrej Plenkovic, von „konstruktiven Gesprächen und einer Lösung im Gemeinschaftsgeist“. Kroatien ist entgegen Slowenien und Ungarn nicht Teil des Schengen-Raums.

Seit Anfang April gelten verschärfte Auflagen für die Ein- und Ausreise von EU-Bürgern, sowohl für die Außengrenzen des Schengen-Raums als auch für die Außengrenzen der Europäischen Union. Die persönlichen Daten der Reisenden müssen künftig mit Fahndungsdatenbanken und Datenbanken über verlorene oder gestohlene Papiere abgeglichen werden. Die Verschärfung soll dem Anti-Terror-Kampf dienen.