Iranischer TV-Mogul in Istanbul erschossen

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Der iranische TV-Mogul Saeed Karimian und ein Geschäftspartner aus Kuwait sind gestern Abend in Istanbul in einem Auto erschossen worden. Der 45-Jährige und sein Begleiter fuhren am frühen Abend durch die Stadt, als sie von einem Jeep gestoppt wurden. Anschließend eröffneten die Täter das Feuer.

Einsatzkräfte fanden den TV-Mogul tot am Tatort vor. Sein Geschäftspartner starb auf dem Weg ins Krankenhaus, wie die türkischen Nachrichtenagentur Dogan berichtet. Der Jeep wurde später ausgebrannt gefunden.

Zu sechs Jahren Haft verurteilt

Die Polizei wollte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters keine Stellungnahme abgeben. Laut Dogan habe der Bürgermeister des Istanbuler Landkreises Sariyer gesagt, dass ein Streit über Finanzen Hintergrund der Tat sein könnte.

Karimian ist der Gründer des beliebten TV-Netzwerks GEM TV, das westliche Serien auf Persisch übersetzt und auch selbst Filme und Serien produziert. Der Regierung war sein Sender ein Dorn im Auge. Im vergangenen Jahr wurde Karimian in Abwesenheit wegen „Handlungen gegen die nationale Sicherheit“ und „Propaganda gegen den Staat“ zu sechs Jahren Haft verurteilt.