Schuldsprüche nach tödlicher Teufelsaustreibung

Nach einer tödlichen Teufelsaustreibung in Nicaragua hat ein Gericht einen Sektenführer und vier Komplizen schuldig gesprochen. Eine junge Frau war im Februar ihren schweren Verletzungen erlegen, nachdem der Anführer der christlichen Sekte sie auf einen Scheiterhaufen geworfen hatte.

Die Geschworenen in Managua befanden die fünf Angeklagten gestern (Ortszeit) des Mordes und der Entführung schuldig. Das Strafmaß soll nächste Woche festgelegt werden.

Vor der Gewalttat war die 25-Jährige eine Woche lang in einem Anwesen der Glaubensgemeinschaft im Norden Nicaraguas festgehalten worden. Der Führer hatte Zeugen zufolge gesagt, die Frau müsse verbrannt werden, um sie von Dämonen zu befreien. Die Angeklagten hatten auf nicht schuldig plädiert.