Skandal mit Hakenkreuz in Kaserne von Franco A.

In der Kaserne des rechtsextremen Bundeswehroffiziers Franco A. im französischen Illkirch hat es nach Informationen der „Bild“-Zeitung bereits 2012 einen Skandal mit Nazi-Symbolen gegeben. Entsprechende Informationen habe das deutsche Verteidigungsministerium auf Anfrage bestätigt, berichtet das Blatt (Samstag-Ausgabe).

Demzufolge hätten Bundeswehrsoldaten in der Nacht des 7. November 2012 in der Kaserne der Deutsch-Französischen Brigade mit Sand ein vier Meter großes Hakenkreuz auf den Boden gestreut. Anlass dafür sei offenbar ein Champions-League-Spiel zwischen Bayern München und dem französischen Fußballclub Lille gewesen, meldete die Zeitung unter Berufung auf einen Augenzeugen.

Drei Personen aus Bundeswehr entlassen

Das Hakenkreuz sei vor einem Unteroffiziersheim des deutschen Jägerbataillons ausgestreut worden. Anschließend hätten einige Soldaten aus den oberen Stockwerken das Nazi-Symbol mit Handys fotografiert. Der Fall sei aber unverzüglich den direkten Vorgesetzten sowie dem Verteidigungsministerium und dem Militärischen Abschirmdienst gemeldet worden.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums seien damals 20 Soldaten vernommen, drei von ihnen mit Geldstrafen über 2.000 Euro belegt und aus der Bundeswehr entlassen worden, heißt es in dem Bericht. Der zuletzt in Illkirch stationierte rechtsextreme Offizier Franco A. sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Die Ermittler prüfen, ob er Terroranschläge geplant hatte.