Kämpfe in Syrien Aktivisten zufolge abgeflaut

Zu Beginn der Einrichtung von Schutzzonen im Bürgerkriegsland Syrien hat die Gewalt Aktivisten zufolge bereits deutlich abgenommen: „Bis auf einige Kämpfe und Bombardierungen in der Nacht und in der Früh in den Provinzen Hama, Damaskus und Aleppo ist die Gewalt in den von dem Abkommen betroffenen Gebieten deutlich zurückgegangen.“

Das sagte der Chef der in Großbritannien ansässigen oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, heute der Nachrichtenagentur AFP. Russland, die Türkei und der Iran hatten am Donnerstag im kasachischen Astana ein Memorandum über die Einrichtung von vier Schutzzonen in Syrien unterzeichnet. Dieses sollte nach russischen Angaben in der Nacht auf heute schrittweise in Kraft treten. Das endgültige Abkommen, bei dem die vier Zonen genau festgelegt werden sollen, soll erst am 4. Juni stehen.

Bisher ist nicht ausdrücklich festgelegt, ob die Kämpfe bereits jetzt eingestellt werden müssen. Weder die syrischen Regierungstruppen noch die Rebellen haben bisher eine Einstellung der Kampfhandlungen bekanntgegeben. Die syrische Opposition hatte sich am Freitag besorgt über die „Mehrdeutigkeit“ des Abkommens geäußert. Die Angaben der oppositionsnahen Beobachtungsstelle stützen sich auf ein Netz von Informanten in Syrien. Sie können von unabhängiger Seite kaum überprüft werden.