Tausende Frauen protestieren gegen Venezuelas Regierung

Mehrere tausend Frauen haben in Venezuela gegen die staatliche Unterdrückung von Kundgebungen der Opposition protestiert. Die weiß gekleideten Demonstrantinnen marschierten gestern durch die Hauptstadt Caracas, um vor dem Innenministerium ihre Forderung kundzutun.

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Die Demonstranten wurden von einem Trupp Polizistinnen aufgehalten.

„Wir wollen keine Unterdrückung mehr, keine Verletzten mehr“, erklärte die am Protestmarsch teilnehmende Ehefrau des inhaftierten Oppositionsführers Leopoldo Lopez, Lilian Tintori, wie die Zeitung „El Nacional“ berichtete.

Papst besorgt

Papst Franziskus drückte indessen in einem offenen Brief seine Besorgnis über die Konfrontation und Gewalt in dem südamerikanischen Krisenstaat aus. „Venezuelas schwerwiegende Probleme können gelöst werden, wenn der Wille besteht, Brücken zu schlagen, einen ernsten Dialog zu führen und die erreichten Vereinbarungen zu erfüllen“, schrieb der Papst in dem Brief, der von der venezolanischen Bischofskonferenz am Samstag veröffentlicht wurde.

Venezuelas Wirtschaft steht unter der Regierung des sozialistischen Präsidenten Nicolas Maduro vor dem Kollaps. Gegen ihn haben sich Massenproteste formiert. Dutzende wurden dabei getötet, Hunderte verletzt. Maduros Regierung will eine verfassunggebende Versammlung einberufen. Die Opposition sieht darin einen Versuch des Staatschefs, sich dauerhaft an das Amt zu klammern.