Melenchon ruft zu Widerstand gegen Macron auf

Der in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl ausgeschiedene Linkspolitiker Jean-Luc Melenchon hat seine Anhänger zum Widerstand gegen den „neuen Monarchen“ Emmanuel Macron aufgerufen. Dieser stehe für „den Krieg gegen die sozialen Errungenschaften und eine unverantwortliche Umweltpolitik“.

Festnahmen nach Ausschreitungen in Paris

Bei Ausschreitungen am Abend der Stichwahl in Paris nahm die Polizei 141 Personen vorläufig fest. Neun Menschen seien anschließend in Polizeigewahrsam genommen worden - unter anderem wegen Gewalt gegen Beamte und Sachbeschädigung, hieß es heute aus Polizeikreisen.

Schon nach dem ersten Wahlgang vor zwei Wochen war es in Paris zu Zusammenstößen zwischen linksradikalen Demonstranten und der Polizei gekommen, damals wurden 143 Menschen vorläufig festgenommen.

Demos gegen Macron in einigen Städten

In einigen Städten gab es Demonstrationen gegen Macron. Im westfranzösischen Nantes kündigten rund 450 Menschen „Widerstand und Sabotage“ an. In Lyon im Osten des Landes gingen rund 300 „Antifaschisten und Antikapitalisten“ auf die Straße und demonstrierten gegen befürchtete soziale Einschnitte. Macron will unter anderem das Arbeitsrecht und das Pensionssystem reformieren.

Melenchon hatte seine Anhänger aufgerufen, in der Stichwahl Marine Le Pen keine Stimme zu geben, hatte eine Wahlempfehlung zugunsten des früheren Wirtschaftsministers und Investmentbankers Macron aber abgelehnt.