F: Ermittlungen gegen festgenommenen Ex-Soldaten

Die französische Justiz hat ein Ermittlungsverfahren gegen den in der Nähe eines Militärstützpunktes festgenommenen Ex-Soldaten eingeleitet, der sich zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannt hatte. Gegen den 34-Jährigen werde wegen eines „terroristischen Vorhabens“ und des „versuchten Eindringens auf einen Militärstützpunkt“ ermittelt, verlautete gestern Abend aus Justizkreisen.

Er komme in Untersuchungshaft. Der Verdächtige hatte gestanden, dass er im Namen des IS einen Angriff verüben wollte.

In Normandie festgenommen

Der Mann war Freitagfrüh - zwei Tage vor der entscheidenden Runde der französischen Präsidentschaftswahl - in der Nähe des Luftwaffenstützpunktes von Evreux in der Normandie festgenommen worden.

In seinem nahe der Militärbasis geparkten Wagen wurden eine Koranausgabe und ein USB-Stick mit einem Bekenntnis zum IS gefunden. Bei dem Mann wurden zudem IS-Flaggen gefunden. In einem Gebüsch nahe der Militärbasis entdeckte die Polizei Waffen: eine Pumpgun, zwei Revolver sowie Munition.

Der zum Islam konvertierte Verdächtige war zehn Jahre lang bei der Armee, die er 2013 verließ. Seit 2014 unterlag er wegen seiner Radikalisierung einer engen Überwachung. Er gilt als psychisch instabil. Am Wochenende gestand er, dass er im Namen des IS einen Anschlag begehen wollte. Die Behörden gehen davon aus, dass er im Alleingang handelte.