„Seidenstraßen“-Gipfel startet mit Schwierigkeiten

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat eifrig für seine Initiative einer „Neuen Seidenstraße“ geworben. Zum Auftakt einer zweitägigen Gipfelkonferenz in Peking über die Entwicklung neuer Wirtschaftskorridore zwischen Asien, Afrika und Europa sprach er von einem „Jahrhundertprojekt“.

Gruppenbild mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping

APA/AFP/Jason Lee

Allerdings wurde das Treffen mit Vertretern aus mehr als 100 Ländern, darunter 29 Staats- und Regierungschefs, zu Beginn von einem neuen nordkoreanischen Raketentest und einem Eklat zwischen Gastgeber China und den Europäern überschattet. Dabei ging es um Handelsfragen.

China will viel Geld investieren

Die EU-Staaten wollten eine geplante Erklärung nach dem Dialog über Handelsfragen nicht mittragen, hieß es dazu. China sei nicht bereit gewesen, europäische Anliegen aufzunehmen. Daraufhin hätten die Europäer die chinesische Seite informiert, dass sie das Dokument nicht unterschreiben würden. Den Europäern geht es um Transparenz, öffentliche Ausschreibungen sowie Sozial- und Umweltstandards bei der Umsetzung der Initiative.

Auf dem Gipfel geht es um Chinas Pläne für die Entwicklung eines modernen Verbindungsnetzes mit Handelskorridoren entlang der antiken Handelsrouten zwischen Asien, Afrika und Europa. Für Investitionen in Häfen, Straßen, Zugsstrecken und andere Infrastrukturprojekte stellt China sehr viel Geld bereit. Xi sagte beim Gipfelauftakt umgerechnet rund 113 Milliarden Euro zu.