EU prüft schwere Vorwürfe gegen Flüchtlingshelfer

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Flüchtlingshelfer in Griechenland stehen im Verdacht, Menschen sexuell ausgebeutet zu haben. Außerdem gebe es Hinweise auf Korruption, teilte die EU-Kommission gestern Abend mit. Europäische Unterstützungszahlungen an eine namentlich nicht genannte Organisation wurden bis auf Weiteres eingestellt. Dem mutmaßlichen Fehlverhalten kam die Brüsseler Behörde nach eigenen Angaben selbst auf die Spur.

Mutmaßliche Mafia-Geschäfte in Italien

Die mutmaßlichen Opfer sollten schnellstmöglich betreut werden, erklärte die EU-Kommission. Die griechischen Behörden seien informiert worden, außerdem solle die europäische Antibetrugsbehörde OLAF Ermittlungen aufnehmen. Die EU-Kommission betonte, sie verfolge eine Null-Toleranz-Politik, wenn es um die Verletzung von Grundrechten und den Missbrauch von europäischen Geldern gehe.

Zuvor hatte die Brüsseler Behörde zunächst noch jeden Kommentar zu Ermittlungen in Italien abgelehnt. Dort gehen die Behörden gegen die Mafia vor, die an der Verwaltung eines Flüchtlingslagers illegalen Gewinn in Millionenhöhe gezogen haben soll.