Griechenland: 24 Flüchtlinge in Lastwagen entdeckt

Nach Schließung der Balkan-Route versuchen Schlepperbanden immer wieder, Flüchtlinge von Griechenland aus über Italien nach Mitteleuropa zu bringen. 24 Menschen wurden nun in der Nähe der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki im Hohlraum eines Lastwagens entdeckt.

Wie die Polizei heute weiter mitteilte, seien drei Männer als mutmaßliche Schlepper festgenommen worden. Sie sollen 2.500 Euro pro Kopf von den Menschen kassiert haben, um sie von der griechisch-türkischen Grenze abzuholen. Wohin sie gebracht werden sollten, blieb zunächst unklar. Die Temperatur im Hohlraum sei unerträglich gewesen, teilte die Polizei weiter mit.

62.000 Flüchtlinge harren in Griechenland aus

Die Polizei vermutet, dass der Lastwagen auf dem Weg zu einem der westgriechischen Häfen unterwegs gewesen sei. Die Häfen von Patras und Igoumenitsa waren in den vergangenen 20 Jahren Drehscheiben der illegalen Migration auf der Route Türkei - Griechenland - Italien. Von dort laufen täglich mehrere Fähren zu den italienischen Häfen Brindisi, Bari, Ancona, Venedig und Triest aus.

In Griechenland harren zurzeit gut 62.000 Flüchtlinge aus. Viele suchen nach einer Chance, Richtung Nord- und Mitteleuropa zu gelangen.