Bericht: Airbus-Luftwirbel löste beinahe Absturz aus

Der Luftwirbel eines Airbus hätte beinahe den Absturz eines deutschen Business-Jets über dem Arabischen Meer ausgelöst. Das bestätigt der Zwischenbericht, den die deutsche Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig gestern über den Vorfall von Anfang Jänner veröffentlichte. Zunächst hatte der „Spiegel“ (Onlineausgabe) darüber berichtet.

Bereits fast 30 Kilometer entfernt

Die beiden Flugzeuge, ein Airbus A380 und die zweistrahlige Challenger 604, flogen am 7. Jänner mit dem vorgegebenen Höhenabstand von etwa 300 Metern in entgegengesetzter Richtung übereinander hinweg. 48 Sekunden später und schon mehr als 27 Kilometer voneinander entfernt, geriet das kleinere Flugzeug in die Luftverwirbelungen - Wirbelschleppen - des Airbus.

Flugzeug schwer beschädigt

Die 20-Tonnen-Maschine drehte sich mehrmals um die Achse und stürzte mehr als 2.500 Meter tief. Die Piloten erlangten aber die Kontrolle zurück und landeten in Muskat im Golfstaat Oman. Vier nicht angeschnallte Passagiere und eine Flugbegleiterin wurden verletzt, das Flugzeug wurde schwer beschädigt.

„Wir müssen jetzt klären, welche Maßnahmen verhindern könnten, dass so etwas wieder passiert“, erklärt BFU-Sprecher Germout Freitag. Die Experten prüfen unter anderem, ob die Sicherheitsabstände verändert werden sollten.