Über 100 Tote nach Kämpfen in Zentralafrikanischer Republik

Nach heftigen Kämpfen im Südosten der Zentralafrikanischen Republik hat das Rote Kreuz rund 115 Leichen geborgen. Die Toten im Ort Bangassou würden nun begraben, sagte heute der Landesdirektor des Roten Kreuzes, Antoine Mbao Bogo.

Die christliche Anti-Balaka-Miliz hatte vergangene Woche Bangassou, rund 500 Kilometer östlich der Hauptstadt Bangui, angegriffen. Rund 3.000 Menschen flüchteten nach UNO-Angaben vor der Gewalt.

UNO-Soldaten getötet

Bei einem Angriff auf einen UNO-Konvoi in der vergangenen Woche wurden zudem fünf Blauhelmsoldaten getötet. Die UNO machte ebenfalls die Anti-Balaka-Miliz für den bisher schwersten Angriff auf die UNO-Friedenstruppe in dem Land verantwortlich. Wegen der Kämpfe seien nun rund 25.000 der 35.000 Einwohnerinnen und Einwohner von Bangassou auf humanitäre Hilfe angewiesen, hieß es weiter.

Die Zentralafrikanische Republik gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. 2013 rutschte das Land in einen Bürgerkrieg, in dem sich Milizen der christlichen Mehrheit und der muslimischen Minderheit gegenüberstanden. Knapp 900.000 Menschen sind nach UNO-Angaben auf der Flucht, 2,2 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.